Innosmart: Workshops

Transformationsprozess Energiewende: Workshops

Erste Workshopphase (11:15 – 12:45 Uhr)

Workshop 1: Nutzer*innen in die Produktentwicklung einbeziehen: Das Potenzial von Nutzerinnovationsworkshops für die Energiewende

Unternehmen wenden beträchtliche Anstrengungen auf, um Einblicke in die Wünsche und Anforderungen von Konsument*innen zu erhalten. Gleichzeitig steigt der gesellschaftliche Erwartungsdruck, dass Unternehmen ihre Produkte nachhaltiger entwickeln und dabei gesellschaftliche und ökologische Anforderungen berücksichtigen.
Im Workshop wird die Methodik der Nutzerinnovations-Workshops vorgestellt und aus wissenschaftlicher und unternehmerischer Perspektive betrachtet. Zudem werden die Eignung und Anwendungsbereiche von Nutzerinnovations-Workshops im Rahmen von Innovationsprozessen sowie methodische Vor- und Nachteile des Konzepts diskutiert. Hierfür werden Erfahrungen aus den Nutzerinnovations-Workshops, die im Rahmen des Forschungsvorhabens InnoSmart durchgeführt wurden, aus methodischer Perspektive beleuchtet.

  • Partizipative Produktentwicklung – mit Nutzerworkshops zu neuen Ideen
    Dr. Esther Hoffmann, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
  • Nutzerinnovation in der Praxis: Erfahrungen der EnBW
    Hellmuth Frey, EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Moderation: Prof. Harald Rohracher

Workshop 2: Design als Transformationsinstrument: Komplexe gesellschaftliche Wandlungsprozesse neu gestalten

In diesem Workshop wird die Methodik der Design Transformation vorgestellt und ihr Nutzen und ihre Einsatzgebiete im Kontext komplexer Transformationsprozesse und von Innovationsprozessen diskutiert. Design als Transformationsinstrument wird dabei als neuartiger Design-Ansatz zur Vermittlung von Forschungsergebnissen und zur Darstellung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse beschrieben. Zentrales Ziel des Workshops ist es, einen Einblick in die Methode der Design Transformation zu geben und eine kritische Auseinandersetzung mit möglichen Vor- und Nachteilen für Transformations- und Innovationsprozesse anzuregen.

Input und Moderation: Martin Kim Luge, Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation und Angelika Trübswetter, Youse

Marktplatzbesuch

Parallel zu den Workshops besteht das Angebot eines geführten Marktplatzbesuchs.
Der Marktplatz präsentiert verschiedene Instrumente und Werkzeuge aus den Projekten e-transform und InnoSmart, die das Ziel haben, Kommunikationsinitiativen zu unterstützen und Innovationsprozesse partizipativer zu gestalten.
Der Marktplatz steht allen Konferenzteilnehmenden auch im Anschluss an den Mittagsimbiss für einen Besuch offen.

Zweite Workshopphase (14:15 – 15:45 Uhr)

Workshop 3: Zukunftskreuzungen: Herausforderungen der Energiewende spielerisch erfassen

Das Transformationsvorhaben Energiewende ist durch vielschichtige Abhängigkeiten sehr verschiedener Einflussereignisse charakterisiert, wie etwa internationaler Politik, Technologieentwicklung, Konsumrituale und Kommunikationserwartungen.
In diesem Workshop versuchen die Teilnehmenden des Workshops, die „Spieler/innen“, Handlungsoptionen im Umgang mit unerwarteten, gleichwohl nicht auszuschließenden Ereignissen auf dem Weg zu einer gelingenden Energiewende zu entwickeln. Die Spieler/innen werden im Verlauf des Spiels durch den Zufallsgenerator Würfel mit Ereignissen konfrontiert, zu denen sie sich als potentiell handelnde Akteure artikulieren sollen. Sie ordnen und bewerten gemeinsam Widersprüche, analysieren mögliche Handlungsblockaden und reflektieren konträre Erwartungen und Perspektiven. So gewinnen sie einen differenzierten Einblick in die Bedingungen und Chancen einer gesamtgesellschaftlichen Verankerung des Transformationsvorhabens Energiewende.
Der Spielverlauf wird durch die Moderatoren angeleitet und betreut. Im Anschluss an die Spielsituation wird die Methode mit den Teilnehmenden des Workshops diskutiert.

Anleitung und Moderation: Peter Schneider, FutureCamp und Claus Kaelber, rethink/FutureCamp

Workshop 4: Argumente rekonstruieren – Konflikte verstehen. Die Methode der Argumentrekonstruktion

Mit der Methode der Argumentrekonstruktion können komplexe und normativ geladene Auseinandersetzungen auf die zugrundeliegenden Prämissen untersucht werden. Im Rahmen von InnoSmart wurden mit der Methode Pro- und Contra-Argumente zur gesellschaftlichen Erwünschtheit von Smart Grids herausgearbeitet. In dem Workshop wird die Methode vorgestellt und auf ihre Möglichkeiten und Grenzen zur Analyse normativer Kontroversen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen geprüft.

Input: Dr. Eugen Pissarskoi, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und Dr. Florian Braun, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Moderation: Dr. Dirk Scheer, Dialogik

Workshop 5: Partizipation an der Energiewende: Die Chancen der Genderanalyse

Die Ziele der Energiewende sind mit technischen Innovationen allein nicht zu erreichen. Es bedarf vielmehr eines Partizipationsprozesses, der alle Teile der Bevölkerung einbezieht. Obwohl die Energiewende jede*n in vielerlei Hinsicht betrifft, finden Aspekte der Chancengleichheit hinsichtlich Beteiligung und Themensetzung kaum Berücksichtigung. In der Konsequenz bleiben viele Potenziale ungenutzt, die mit einem systematischen Blick auf Chancengleichheit gehoben werden könnten. Der Workshop zeigt auf, wie Chancengleichheit über die Methode der Genderanalyse systematisch in Strategien, Ansätzen und Maßnahmen für die Energiewende integriert werden kann.

  • Methoden der Genderanalyse:  Potenziale für Gerechtigkeit und Chancengleicheit in der Energiewende
    Martina Bergk und Nanna Birk, LIFE - Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V.

Moderation: Franziska Mohaupt, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung