Konferenz: Die Energiewende mitgestalten – Nutzer als Innovationstreiber

Konferenz: Die Energiewende mitgestalten – Nutzer als Innovationstreiber

Energiewende: Partizipation und Kommunikation als zentrale Bausteine (Foto: InnoSmart)

Die Konferenz „Die Energiewende mitgestalten – Nutzer als Innovationstreiber“ begrüßte am 29. Juni 2016 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zum Abschluss des Projektes InnoSmart in Berlin. Welche Potenziale haben innovative Ansätze zur Nutzerintegration in unternehmerische Innovationsprozesse und neue Geschäftsmodelle? Dieser zentralen Frage sollte an diesem Tag in Vorträgen und Workshops nachgegangen werden.

Warum ein zukunftsfähiges Energiesystem Partizipation benötigt

Zum Einstieg in die Veranstaltung begrüßte Prof. Wilhelm Bauer als Institutsleiter von Fraunhofer IAO und IAT Universität Stuttgart die Teilnehmenden mit einem Einblick in die Forschungsaktivitäten zu verbrauchernahen Innovationen für Smart Grids. Im darauf folgenden Keynote-Vortrag erinnerte Sylvia Kotting-Uhl (MdB) an die Gründe und Notwendigkeit der Energiewende und nahm Bezug zu den aktuellen energiepolitischen Zielen. Annegret-Claudine Agricola (Tilia GmbH) knüpfte an diese Themen an und erklärte, wie die Transformation des Energiesystems voranschreiten muss, um die Energiewende politisch und gesellschaftlich verträglich umzusetzen.

Nach einer kurzen Pause, und damit der Möglichkeit zur Vernetzung untereinander, wurden die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt InnoSmart vorgestellt. Sowohl die Projektpartner aus Wissenschaft als auch aus Industrie zeigten sich dabei mit den Ergebnissen und den gemachten Erfahrungen höchst zufrieden und wollen im Anschluss an das Projekt weiter auf den gewonnenen Erkenntnissen im Bereich der Nutzerbeteiligung bei Innovationsprozessen aufbauen.

Das Stromnetz muss den Nutzenden dienen

Während der Vormittag durch die Vorträge geprägt war, konnte der Nachmittag der Veranstaltung verstärkt zur Diskussion genutzt werden. So wurde den Konferenzteilnehmenden in interaktiven Workshops die Möglichkeit gegeben, aus Sicht eines Nutzenden oder eines Energieversorgungsunternehmens ihre eigene Meinung zu Aufgaben und Rollen der verschiedenen Akteure in die Diskussion mit einzubringen. Die Ergebnisse aus diesen Workshops wurden schließlich in einer hochwertig besetzten Podiumsdiskussion aufgegriffen und durch drei Expert/innen unterschiedlicher Interessensgruppen, Hellmuth Frey (EnBW), Annegret-Claudine Agricola und Prof. Dr. Harald Rohracher (Universität Linköping) kritisch hinterfragt.

Am Ende konnten sich die Expert/innen darauf einigen, dass der Endkunde nicht zwingend ein aktiver Teil des Smart Grids werden muss. Das Stromnetz muss weiterhin dem Nutzenden dienen und nicht andersherum. Zudem bedarf es unterstützender Methoden zur Partizipation und Kommunikation. Speziell auf Letzteres konnte am zweiten Tag der Veranstaltung noch detaillierter eingegangen werden.