Smart Grid aus technischer und marktlicher Perspektive – Zweiter InnoSmart-Bericht online

Smart Grid aus technischer und marktlicher Perspektive – Zweiter InnoSmart-Bericht online

Nach der Veröffentlichung des Berichtes zum Smart Grid aus gesellschaftlicher Perspektive steht nun der zweite Bericht „Das Smart Grid aus technischer und marktlicher Perspektive“ zum Download bereit. In diesem analysiert Frieder Schnabel (Universität Stuttgart) das intelligente Energieversorgungssystem für den Standort Deutschland aus technischer und marktlicher Perspektive. Er gibt außerdem einen ersten Überblick, wann in Deutschland mit einem funktionierenden Smart Grid zu rechnen ist. Damit liefert er einen weiteren wichtigen Baustein für das Verständnis des Smart-Grid Begriffes, auf dem die weiteren Analysen des Projektes InnoSmart gründen.

Die Erneuerbaren und Smart Grids

Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist weit mehr als der Ersatz bestehender Kraftwerkstechnologien durch Windparks oder PV-Anlagen. Das gesamte Energiesystem steht mit seinen etablierten Organisationsprinzipien, Regelungsmechanismen, Marktbeziehungen, Netzstrukturen und Verbrauchsmustern zur Disposition. Die Frage nach der Gestaltung des zukünftigen Energieversorgungssystems wird in den letzten Jahren immer stärker in der Debatte um die intelligente Vernetzung der Komponenten der Energieinfrastruktur zu einem Smart Grid geführt. Unter Smart Grid ist dabei nicht nur der technologische Entwurf des zukünftigen Systems der Energieversorgung zu verstehen, sondern besonders auch eine Reihe von marktlichen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Expertenbefragung zu Markt- und Technologiefeldern

Die für die Analyse des Smart Grid aus technischer und marktlicher Perspektive recherchierten Technologiefelder sind der Stromnetzausbau, die erneuerbaren Energieerzeuger, die Energiespeicher, die Informations- und Kommunikationstechnik, die Smart Meter, das technische Lastmanagement, die virtuellen Kraftwerke sowie das Smart Home. Marktfelder beschreiben das zukünftige Strommarktdesign, die last-/zeitvariablen Tarife und Verträge sowie die staatliche Unterstützung und Gesetze. Als hauptsächliche Herausforderungen und Handlungsempfehlungen identifiziert der Bericht politische Regelungen und Standards wie Datenschutzrichtlinien, wirtschaftliche Faktoren wie Finanzierungverordnungen sowie Technologiefragen.

Insgesamt gibt der Bericht mit Experteneinschätzungen eine erste Prognose, wann die Technologie- und Marktfelder soweit ausgereift sind, um an einem funktionierenden intelligenten Energieversorgungssystem in Deutschland teilzunehmen. Diese Einschätzungen weichen jedoch zum Teil stark voneinander ab. Insgesamt weisen die einzelnen Technologie- und Marktfelder also noch weiteren Forschungsbedarf auf. Der Bericht zeigt aber, dass ein intelligentes Energieversorgungssystem in Deutschland den Verbrauch an das Angebot anpassen und die Energiewende aktiv unterstützen kann.

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