Smart Grids aus gesellschaftlicher Perspektive – Erster InnoSmart-Bericht veröffentlicht

Smart Grids aus gesellschaftlicher Perspektive – Erster InnoSmart-Bericht veröffentlicht

Welche gesellschaftlichen Veränderungen sind mit der intelligenten Vernetzung von Komponenten der Energieinfrastruktur zu einem Smart Grid verknüpft? Diese vielschichtige Frage beleuchtet der nun veröffentlichte und downloadbare Bericht „Das Smart Grid aus gesellschaftlicher Perspektive“. Die beiden Autoren Wilfried Konrad und Dirk Scheer liefern damit den ersten Baustein einer mehrteiligen Berichtserie des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  geförderten Projektes InnoSmart.

Smart Grids sind Akteursnetzwerke

Die Autoren kommen in ihrer Literatur- und Dokumentenanalyse zu dem Ergebnis, dass Smart Grids mehr sind als neuartige, „intelligente“ Stromnetze. Vielmehr geht es um neue Formen der Vernetzung physikalischer Einheiten und sozialer Akteure. Die große Herausforderung ist dabei, die neuen und alten Akteure sowie ihre Rollen, Funktionen und Interaktionen im Smart Grid zu koordinieren. Ob jedoch private Haushalte, wie von vielen Studien erwartet, ihre täglichen Alltagroutinen zu Gunsten finanzieller Verbesserungen verändern, ist ungewiss. So eröffnen besonders die Ansätze neue Perspektiven, die die erwarteten technischen Veränderungen durch ihre Einbettung in tägliche Alltagsroutinen der privaten Haushalte erklären.

Smart Grids: Zielkonflikte bei IT-Sicherheit und Datenschutz

Um ihre Eigenschaften und Potentiale entfalten zu können, benötigen Smart Grids informations- und kommunikationstechnische Strukturen. Deshalb wird in Smart Grids die IT-Sicherheit zur Voraussetzung für eine sichere Energieversorgung. Die intensive Datensammlung und -verarbeitung bedarf jedoch auch differenzierte Datenschutzregelungen.

Energieeffizienzpotenziale im Smart Grid: zwischen großen Hoffnungen und kleinen Schritten

Der Bericht hebt die große Vielfalt der Studien über die Energieeffizienzpotentiale in Smart Grids hervor. Je nach Studie liegen die erwarteten Einsparpotentiale zwischen null und 25 %. Ob diese also wirklich bedeutsame Größenordnungen erreichen, ist weiterhin eine offene Frage und müssen weitere Auswertungen und Praxiserfahrungen zeigen.

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